Forschung und Entwicklung.

Wichern-Institut Rummelsberg

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Dritter Wichern-Dialog im April 2021

Was wir Rummelsberger für unsere Praxis wissen wollen!

Eine Zusammenfassung von drei Forschungsprojekten.

Neue Forschungsergebnisse aus den Bereichen Bildung und Altenhilfe bot der 3. Wichern-Dialog zur diakonischen Praxisforschung und Konzeptentwicklung am 29. April 2021. Das Dialogforum des Wichern-Instituts ist eine Kooperation der Rummelsberger Diakonie und  der Evangelischen Hochschule Nürnberg.

Eingeladen waren Fachkräfte aus der Praxis ebenso wie Vertreter*innen aus Politik, von Kostenträgern und  Jugendämtern sowie Studierende. Neben der Vorstellung der Forschungsprojekte war auch Zeit für Diskussion und Austausch.

 

Meine Kita als sicherer Ort?! –  Perspektiven von Kindern und Fachkräften

Kinder sollen ihre Kita als sicheren Ort erleben, in dem Rückzug möglich ist, sie aber auch Unterstützung in kritischen Situationen und Lebenslagen durch die Fachkräfte erfahren. Neben der konzeptionellen Verankerung von Kinderschutz ist es Aufgabe von Fachkräften, den Kindern diese Sicherheit zu signalisieren. In einem innovativen Format wurden Fachkräfte zu ihrem pädagogischen Handeln und Erleben im Rahmen von Kinderschutz befragt sowie Kinder im Vorschulalter interviewt. 

Vorgestellt wurden Design und zentrale Ergebnisse der Befragungen, die Ableitungen für die Weiterentwicklung von Kita-Praxis ermöglichen.


BIA – Bedarfsindikatorenanalyse für betreutes Seniorenwohnen

Im betreuten Seniorenwohnen ist es sehr schwierig Bedarfe zu identifizieren, weil es kaum relevante statistische Daten gibt. Diese Lücke versucht das studentische Projekt „BIA – Bedarfsindikatorenanalyse für betreutes Seniorenwohnen“ zu schließen, indem innovative und kreative Indikatoren mittels eines eigens erstellten Tools ausgewertet werden. Das Ergebnis des BIA-Tools liefert eine Handlungsempfehlung, ob es lohnt ein bestimmtes Zielquartier weiter in Augenschein zu nehmen. Das Instrumentarium wurde von einem vierköpfigen Studententeam im Studiengang Sozialwirtschaft innerhalb eines Jahres entwickelt und beim Wichern-Dialog vorgestellt und diskutiert.


Was ist wichtig bei der Arbeit mit Angehörigen von Klient*innen mit Autismus?

Die Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung (RDB) arbeiten seit Jahren mit Angehörigen autistischer Kinder zusammen. Teilweise sind diese Angehörigen als Verein organisiert. Im Rahmen dieser Kooperation ist inzwischen ein breites Angebot für autistische Menschen vom Schul- bis zum Erwachsenenalter entstanden. Ein Forschungsprojekt in Zusammenarbeit der RD mit dem Institut für Praxisforschung und Evaluation (IPE) hat nun die Erfahrungen bezüglich der Kooperation zwischen diakonischem Träger und Eltern zusammengetragen. Hierzu wurden Akteure auf beiden Seiten befragt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen von zwei Workshops weiterverarbeitet. Dies soll Grundlage einer 
noch zu erstellenden Konzeption für die Arbeit mit Angehörigen im Fachbereich Autismus bilden. Das Design der Untersuchung und eine Auswahl ihrer Ergebnisse wurden 
vorgestellt.

 




In Kooperation